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Schützengesellschaft Hünenberg Mittwoch, 02. Dezember 2020


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Geschichte

Unser schönes Schützenhaus Wart in Hünenberg

Seit nunmehr 315 Jahre gibt es die Hünenberger Schützen schon. Wenn man die Geschichtsbücher studiert, und da möchte ich vor allem unsere Festschrift aus dem Jahre 1994 anlässlich der 300 Jahr Feier erwähnen, kann man nachlesen, dass die Gründung der Hünenberger Schützen aus Anlass eines Streites zwischen Cham und Hünenberg entstanden ist. Dazu folgendes Zitat aus dem Trennungsprotokoll:

In dem Jahr 1694 hat es sich begeben, dass eine ehrende Gesellschaft der Schützen von Cham und Hünenberg um etwas in ein Streyt kommen und dadurch erachtet worden, dass sie beyder Seyts ihre Gesellschaft mit guotem Willen theylen wollen. Also sollen die Chamer ihren eigenen Platz und Schützenhaus haben in ihrem Gericht (Gemeinde). Zugleichem die Hünenberger auf ihrer Seiten nach ihrem Belieben. Jedoch solle ein Theil wie der andere sich brüderlich, nachbührlich und gebührend gegen einander erzeigen, und einander gelegentlich zum Schiessen einladen. Ende Zitat.

Dies wird auch so gehandhabt seit der Trennung.

Am 21.August 1904, also vor fast genau 110 Jahren, fand die erste Schützengemeinde der vereinigten Schützengesellschaft statt. Diese entstand aus den Standschützen und den im Jahre 1873 gegründeten Feldschützen.

Viel ist passiert in der Zwischenzeit, gute und schlechte Zeiten wurden durchlebt.

In den ersten 200 Jahren haben sich die Aktivitäten noch auf ein paar wenige Anlässe pro Jahr beschränkt. So wurden Freischiessen organisiert, und im Gegenzug auch auswärtige Anlässe besucht. Anlässe mit Namen wie z.b. Kilbischiessen oder auch Grümpelschiessen prägten das Schützenjahr.

Viele Präsidenten und Funktionäre hat die Schützengesellschaft hervorgebracht. Dazu eine Anekdote aus unserer Festschrift:

Als Schützenpräsident wurden vorgeschlagen: Der bisherige Herr J.Twerenbold. Dieser lehnt es ab und schlägt den Schützenmeister Basil Baumgartner vor, welcher ebenfalls ablehnt. Es wurden nacheinander noch vorgeschlagen: Herr Hauptmann Villiger und Verwaltungsrat J.Suter, welche aber entschieden ablehnten und Herr Robert Suter im Rössli. Endlich wird vom Grossrath Werder der Herr Gemeindeschreiber Wyss vorgeschlagen. Dieser ist abwesend und wird einstimmig gewählt! Ende Zitat.

In der Gegenwart ist ein solches Vorgehen fast nicht mehr denkbar.

Vorbei sind auch die Zeiten in denen Mitglieder des Schützenrates (Vorstand) noch bevorzugt behandelt wurden, und in der Gemeinde eine Sonderstellung inne hatten.

Um die Jahrhundertwende und mit dem Zusammenschluss mit den Feldschützen, kam auch der grosse Umschwung. Alles wurde grösser und professioneller. Die Wechsel im Vorstand waren nicht mehr so häufig, und im Jahre 1908 wurde das neue Schützenhaus in der Wart errichtet. Noch heute ist es nach diversen Renovationen unsere Sportstätte. Die letzte steht kurz vor der Vollendung, und umfasste den Einbau von Schiesstunnel zur Eindämmung der Lärmemissionen.

Früher musste man sich um die Lärmemissionen noch keine Gedanken machen, damals war der Schützenverein auch noch „In“ und in der Gesellschaft akzeptiert. Heutzutage hat es ein Schützenverein nicht mehr einfach. Zwar ist aus unserer Sicht die Zusammenarbeit mit den Behörden und der Gemeinde nach wie vor sehr gut, doch kämpfen wir mit anderen Problemen die den Verein bedrohen. Das Überangebot an Freizeitmöglichkeiten, die verschiedenen Formen von „Stress“ im Alltag, die schlechte Stellung der Schützen in der Bevölkerung sowie die verminderte Einsatzbereitschaft der Mitglieder drohen uns zu erdrücken. So können wir kaum mehr auf Junge, und Mitglieder im mittleren Alter zurückgreifen, da sie entweder in einer aufwendigen Ausbildung stecken oder einfach nicht vorhanden ist. Seit Jahren ist das Rekrutieren von neuen Vorstandsmitgliedern sehr schwierig, und dessen Motivation lässt zudem zu wünschen übrig.

Viele Schützengesellschaften wurden mit einem klaren Auftrag gegründet. Dieser ist in den Statuten der Schützengesellschaft Hünenberg aus dem Jahre 1904 klar Formuliert und hiess da;

„........und hat den Zweck den Wehr und Schiesspflichtigen Mitgliedern Gelegenheit zu geben ihren Pflichten nachzukommen, sowie durch fleissige Übungen das Schiesswesen in der Gemeinde zu heben und zu fördern und junge Schützen heranzubilden“.

Durch die laufende Entmilitarisierung wird diesen Gesellschaften, und dazu zähle ich auch unsere, je länger je mehr die Grundlage entzogen. Es muss ohne wenn und aber ein Umdenken stattfinden. Wer weis vielleicht gibt es nach der Trennung vor 310 Jahren wieder eine Vereinigung mit den Chamer Schützen. Erste Verhandlungen wurden auf jeden Fall diesbezüglich schon geführt.

Zurück zur Geschichte der SG Hünenberg. Seit nunmehr 100 Jahren ist die Schützengesellschaft Hünenberg sehr aktiv und hat seit jeher an vielen Nationalen Wettkämpfen mitgemacht, und das dazu noch sehr erfolgreich. So konnte man am eidgenössischen Schützenfesten von Chur im Jahre 1949 den Goldlorbeerkranz in Empfang nehmen, und im Jahre 1954 erreichte man am gleichen Anlass in Lausanne den schönen 5.Rang. 1963 und 1969 verfehlte die Schützengesellschaft Hünenberg den Goldlorbeerkranz nur um ein paar wenige Punkte.

1980 wurde unser Schützenhaus in Frage gestellt, da es scheinbar nicht mehr tragbar sei. Entweder es würde Saniert werden, oder man kaufe die Hünenberger Schützen auf der Schiessanlage Niederwil in Cham ein. Nach der Generalversammlung in Cham war in der Presse zu lesen: „Chamer wollen Hünenberger Schützen nicht!“. Somit blieb die Anlage Wart bestehen, und 1983 konnten die Renovationsarbeiten abgeschlossen werden.

Nach den zuletzt mässigen Sektionsresultaten motivierte das neue Renovierte Schützenhaus den eine oder anderen zum Training, und reiste im Jahr 1985 voller Tatendrang nach Chur und erreichte das bis dato erfolgreichste Eidgenössische. Der gesamtschweizerische dritten Rang wurde herausgeschossen, mit welchem wir eine komplette Elektronische Trefferanzeige gewannen. Es schien als ob die im Jahr zuvor neue eingeweihte Schützenfahne, welche die 76 jährige Fahne aus dem Jahr 1908 abgelöst hatte, einen zusätzlichen Motivationsschub ergab

Die gewonnen Scheibe von SIUS ASCOR verursachte zwar heftigen Diskussionen, da zum kompletten Ausbau des Schützenhauses Wart eine Scheibe natürlich nicht reichte. Im Jahre 1987 wurde an der Gemeindeversammlung über den Kredit von 180'000 Franken zu unseren Gunsten abgestimmt, und der Einbau konnte 1988 abgeschlossen werden. Damit verbunden führte die Schützengesellschaft Hünenberg das bislang letzte eigene Schützenfest anlässlich Standerneuerung durch, welcher mit 1442 Teilnehmern zudem noch ein sehr Erfolgreicher war. Im Jahre 1997 fand das 17. Zuger Kantonalschützenfest statt, bei dem unsere Schiessanlage Wart als dauerhaft eingesetzter Ausweichstand eingesetzt wurde.

Zu erwähnen sind noch die Kleinkaliber Schützen sowie die Kollegen der Armbrust Schützen. Beide Vereine entstanden aus der Schützengesellschaft heraus in jener Zeit, als der Munitionsbezug rationiert oder gar gestrichen wurde. Ich spreche natürlich von den Jahren 1914 bis ca. 1920 und 1939 bis 1945, also dem ersten und zweiten Weltkrieg. Beide Vereine bestehen heute noch, und wir halten auch einen Kameradschaftlichen Kontakt zueinander, indem sich jedes Jahr die drei Vorstände abwechslungsweise treffen und einen Freundschaftswettkampf in der jeweiligen Disziplin abhalten.

 



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